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Wiesinger verpasst Süddeutsche

Foto: Finn Wiesinger (rechts) bereitet einen Über-Kopf-Wurf vor

 

Volle Liste für Finn Wiesinger auf der bayerischen Einzelmeisterschaft der MU15 im Judo. Der Obernzenner Sportler trat in der Ingolstädter Halle in der mittleren Gewichtsklasse -50kg an. War der Startplatz bereits auf nordbayerischer Ebene mit hochkarätiger Konkurrenz heiß umkämpft, gesellten sich nun die Top-Athleten aus Südbayern dazu.

Gleich im Auftaktkampf musste sich Wiesinger gegen einen erfahrenen Großhaderner beweisen. In dem ausgeglichenen Kampf mit beiderseitigen Chancen verkaufte sich der hochgewachsenen Münchner optisch besser, weshalb die Kampfrichter eigentlich unverständliche Strafen dem Mittelfranken verpassten. Im Golden Score führte diese Fehlentscheidungen leider mit einem dritten Shido (Strafe) zum Sieg des Großhadener Kämpfers. Somit musste Wiesinger den langen Weg durch die Trostrunde antreten. Hier traf er auf einen Aschaffenburger den er innerhalb einer Minute mit zwei Waza-Ari (halben) Punkten durch Soto-Maki-Komi (Außendreh-Wurf/Rolle) vorzeitig von der Matte schickte. Ohne große Verschnaufpause wurde Finn Wiesinger zur nächsten Runde aufgerufen. Ein Wackersberger verhinderte den Angriff des Obernzenners und warf ihn im Anschluß mit einem Ippon aus dem Turnier.

Die Trainer Wolfgang Kretschmer und Michael Fluhrer waren dennoch mit ihrem Schützling und dem 9. Platz auf dieser Ebene zufrieden, wenngleich mit ein wenig Glück auch eine Qualifikation zur süddeutschen Meisterschaft möglich gewesen wäre.

Wiesinger auf dem Treppchen

 

Bei der Fortsetzung der Meisterschaftsserie der U15 im Judo konnte sich Finn Wiesinger mit Bronze einen Podestplatz und somit die Qualifizierung zur bayerischen Ebene sichern.

Die Liste seiner Gewichtsklasse -50kg war gespickt mit etlichen starken Kämpfern aus den Bezirken Frankens und der Oberpfalz. Im Auftaktkampf gegen einen Unterfranken aus Bad Kissingen dominierte der Obernzenner erst, bevor er unglücklich in einen Hebel geriet und somit in die Trostrunde rutschte. Hier konnte er seinen nächsten Konkurrenten vorzeitig durch Gegendreher und Soto-maki-komi (Außendrehwurf) besiegen. Im Kampf um den Einzug ins kleine Finale stand ihm ein bekannter starker Laufer Athlet gegenüber. In dem ausgeglichenen Kampf konnte Finn die gefährlichen Angriffe des Laufers stets gut abwehren und sich durch eine Selbstfalltechnik mit Waza-Ari (zweithöchster Punkt) in Führung bringen. Diesen Vorsprung ließ er sich bis zum Ablauf der Zeit nicht mehr nehmen. Im Bronzekampf konterte der Oberzenner einen Aschaffenburger blitzschnell und erhielt dafür Ippon (voller Siegpunkt) und somit verdient einen 3. Platz. Das erfreuliche Ergebnis beschert Wiesinger eine gute Ausgangsposition für die Bayerische EM kommende Woche in Ingolstadt.

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